„Cirrus misst …“ zu Besuch in der Industrie

„Cirrus misst …“ zu Besuch in der Industrie

Nach Kaffeemaschine, Schulhof, Hauptbahnhof und Co. begibt sich „Cirrus misst…“ dieses Mal auf Spurensuche in Sachen industrieller Lärm. In einem Betrieb im Rhein-Main-Gebiet haben wir – wie immer ausgestattet mit unserem Optimus Schallpegelmessgerät – die Geräuschkulisse von spitzenlosen Rundschleifmaschinen gemessen.

In diesen Maschinen befinden sich jeweils eine Schleif- und eine Regelscheibe, die sich beide in die gleiche Richtung drehen, sowie eine leicht abgeschrägte Führungsschiene. Sobald das zylindrische Werkstück mit beiden Scheiben in Kontakt kommt, wird es gleichmäßig auf der Führungsschiene eingezogen und kommt am anderen Ende geschliffen wieder heraus. Daher wird dieser Vorgang auch „spitzenloses Durchgangsschleifen“ genannt. Hierbei wird – anders als bei zentrierten Schleifvorgängen – keine Befestigung zur Lokalisierung und Sicherung des Werkstückes benötigt. Das spitzenlose Schleifen ist damit eine präzise, effiziente und kostengünstige Methode, die rentabel für die Massenproduktion und für die Herstellung von Einzelteilen ist. Und natürlich werden dabei so einige Dezibel erzeugt. Die ideale Umgebung für unser „Cirrus misst …“-Team!

In diesem Video haben wir das Messgerät in der Mitte der Halle positioniert und zum Auftakt einfach mal die allgemeine Geräuschkulisse eingefangen. Zu hören sind drei Maschinen sowie die Kühlwasserzufuhr und eine Absauganlage. Der gemessene Höchstwert liegt bei 71,5 dB. Das entspricht etwa dem Geräuschpegel eines Rasenmähers oder eines laufenden Fernsehers.

Messung 1 – eine Durchgangsschleifmaschine während der Produktion

eine Durchgangsschleifmaschine während der Produktioneine Durchgangsschleifmaschine während der Produktion
Die Anlage wurde an zwei verschiedenen Stellen gemessen. Die beiden Werte unterscheiden sich nur um 1 dB, da sich der Standpunkt der rechten Messung näher an der Absauganlage befindet. Beide Messwerte liegen knapp unter 80 Dezibel und nähern sich damit dem Geräuschpegel eines Presslufthammers. Eine in jeder Hinsicht starke Maschine also!

Am Ende des Produktionstages müssen die Maschinen vor dem Abschalten trockenlaufen, um das Kühlwasser aus den Schleifscheiben zu entfernen. In diesem Video wurden wieder die drei im Vorfeld erwähnten Maschinen gemessen – bedingt durch das Trockenlaufen allerdings ohne Kühlwasserzufuhr und Absauganlage. Der Höchstwert liegt hier folglich nur noch bei 66 dB. Ein entspanntes Gruppengespräch sollte in diesem Zustand trotz laufender Maschine möglich sein, da dieses in der Regel sogar lauter ist.

Messung 2 – eine Durchgangsschleifmaschine während des Trockenlaufens

eine Durchgangsschleifmaschine während des Trockenlaufens eine Durchgangsschleifmaschine während des Trockenlaufens

Für die Messung während des Trockenlaufens wurde die Schleifmaschine wieder an derselben Stelle gemessen, wie zuvor unter Last. Hier unterschieden sich die beiden Werte um fast 2 dB. Die linke Messung ist mit 75,7 dB etwas lauter, da an dieser Stelle die Ölpumpe in der Maschine sitzt und deutlich zu hören ist.

Die Grafik stellt den genauen Vorgang des spitzenlosen Rundschleifens dar:

Die Grafik stellt den genauen Vorgang des spitzenlosen Rundschleifens dar

Und so sehen die Schleifscheiben in den Maschinen aus:

grinding wheel grinding wheel

Das Team von Cirrus Research bedankt sich bei dem Betrieb für die gemeinsame Lärmmessung und wünscht weiterhin viel Erfolg beim spitzenlosen Rundschleifen.

Gibt es in Ihrem Umfeld eine Geräuschquelle, bei der Sie sich fragen, wie laut sie tatsächlich ist? Oder haben Sie ganz allgemein eine spannende Idee für unsere nächste Messung? Wir freuen uns auf Ihre Messvorschläge an vertrieb@cirrusresearch.de und stellen Ihnen gerne die detaillierten Ergebnisse zur Verfügung.

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